Aktuelles aus dem Bau-, Planungs- und Umweltausschuss

Infos aus dem Bau-, Planungs- und Umweltausschuss


Bau-, Planungs- und Umweltausschuss vom 20. Mai 2020

Errichtung eines Mehrparteienhauses an der Hauptstraße/Mussgarten

Gegenüber der Star-Tankstelle und hinter dem Casino plant die ES Planbau aus Reichshof die Errichtung eines Hauses mit 10 Wohnungen und einer eigenen Tiefgarage. Die derzeitigen Planungen sehen vor, dass eine neue Stichstraße in Höhe der Bushaltestelle entsteht. Das Haus an sich wird komplett barrierefrei sein und zudem die Effizienzklasse 40 einhalten, was Heizkosten in Höhe von 1,40€/qm entsprechen soll.

Die SPD-Fraktion hat ihre Skepsis zum Ausdruck gebracht, ob man sicherstellen könne, dass der derzeit voll in Blüte stehende und große gesunde Kastanienbaum in Höhe des Casinos stehen bleiben kann. Wir wollen verhindern, dass dieser dem Bau zum Opfer fällt, da der Baum einen prägenden Eindruck in dieser Lage hat. Den weiteren Planungen haben wir zugestimmt, werden das in der Fraktion aber bei Zeiten wieder aufgreifen und weiter besprechen.


Neubau eines Wohngebietes an der Gerveshagener Straße und Unnenberger Straße

Die Firma Wecker Immobilien aus Münster-Warendorf hat gestern ihre Planungen zum Neubau eines Wohngebietes entlang der Gerveshagener und Unnenberger Straße vorgestellt.
Auf der bislang 1,2 Hektar großen und landwirtschaftlich genutzten Fläche sollen neben dreizehn Einfamilienhäusern mit einer Grundstücksfläche auch vier Häuser mit vier bis acht Wohnungen entstehen. Es würde zudem eine Eingrünung entlang der beiden Straßen vorgenommen.

Die SPD-Fraktion unterstützt dieses Vorhaben, weil es sich gut in das Gesamtbild einprägt und zudem eine Erweiterung des bereits bestehendes Wohngebietes Meisenweg und Amselweg darstellt. Zudem ist die Nachfrage nach Wohnungen und Häusern gerade in Müllenbach hoch, so dass man hier ein gutes Angebot an Interessenten richten kann.

Wir haben zudem explizit darauf hingewiesen, dass wir bei der Planung erwarten, dass der Umweltschutz vor allem mit Blick auf den Klimabeirat eine herausragende Rolle spielt und dies auch in der künftigen Satzung festgeschrieben wird. So kann bspw. festgesetzt werden, dass keine fossilen Brennstoffe zur Beheizung genutzt werden dürfen und vor allem die Flachdächer der großen Mehrfamilienhäuser begrünt werden und Solarpanels verbaut werden.

Wir freuen uns auf die weiteren Planungen und sind gespannt, wie die spätere Umsetzung aussieht!


Information zum 1. und 2. Bauabschnitt im Heier-Ortskern

Gestern Abend hat Herr Marenbach vom Ingenieurbüro im Bauausschuss über die Fortschritte im 1. und die Planungen zum 2. Bauabschnitt informiert.
Die derzeitigen Bauarbeiten zur Errichtung der beiden Mini-Kreisverkehrplätze laufen sehr gut. Zeitlich liegt man mehr als im Soll, so dass eine Fertigstellung des gesamten 1. Bauabschnitts (beide Kreisel inkl. Kleinbahnweg) im November zu erwarten ist, sofern nichts unvorhergesehenes passiert. Hier ein großes Kompliment an die zügige und sorgfältige Ausführung der Arbeiten durch die Firma Heinrich Weber aus Siegen!

Die Planungen für den 2. Bauabschnitt von dem neu errichteten Kreisel bis hin zum neuen Kreisel auf der großen Kreuzung und der Sanierung der B256 laufen auf Hochtouren. Die Ausschreibung für die Arbeiten ist nach Fertigstellung des 1. BA geplant und die Aufnahme der Arbeiten für den frühen Frühling 2021.

Wir werden hier in Kürze ausführlicher über die Planungen für den Abschnitt berichten!


Weitere direkte Glasfaseranschlüsse für einige Ortsteile von Marienheide geplant!

In der Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschuss hat die Deutsche Glasfaser ihre Planungen für einen Breitbandausbau in Marienheide vorgestellt.

Die Planungen beruhen im Gegensatz zu dem Ausbau der Telekom auf dem Ansatz, jedes Haus direkt mit einem eigenen Glasfaserkabel zu versorgen (FTTH). Das heißt, dass die Kabel direkt in das betroffene Haus verlegt werden und nicht wie bisher überwiegend nur bis zu einem Verteilerkasten.

Das Unternehmen hat in Marienheide bereits eine Befahrung durchgeführt und hat dabei unter anderem folgende Ortschaften als Ausbaugebiete festgelegt: Marienheide-Ortskern, Stühlinghausen, Rodt, Kalsbach, Müllenbach, Kotthausen insgesamt, Schöneborn, Winkel, Niederwette.

Des Weiteren ist der Ausbau noch für Industriegebiete geplant.

Die Deutsche Glasfaser will in einem ersten Schritt ab voraussichtlich Ende Juli ein Erkundungsverfahren durchführen. Das heisst, dass alle betroffenen Haushalte informiert werden. Wenn an diese Informationen anschließend mindestens 40% aller betroffenen Haushalte einen Vertrag abschließen, wird der Ausbau durchgeführt. Die normalen Kosten in Höhe von mindestens 750,-€ würden entfallen. Es müsste lediglich eine Bereitstellungsgebühr in Höhe von knapp 70€ gezahlt werden. Sollten die 40% nicht erreicht werden, wird kein Ausbau erfolgen und das Projekt wird eingestellt.

Einige Fragen zu diesem Thema:

Was ist mit dem derzeit durchgeführten Ausbau?
Dieser ist davon nicht berührt, da dieser durch die Telekom durchgeführt wird. Die Deutsche Glasfaser würde parallel dazu arbeiten.

Was ist der Unterschied der beiden Ausbauten?
Die Telekom setzt bei ihrem Ausbau zu einem Großteil auf das Vectoring-Verfahren. Das heißt, dass das Glasfaserkabel nur bis zu einem Verteilerkasten verlegt wird und anschließend über das alte Kupferkabel in die Haushalte weiter übertragen wird. So stehen in den geförderten Bereichen derzeit Bandbreiten von 50 bis zu 100 Mbit zur Verfügung. Die Alternative dazu ist FTTH, wo das Glasfaserkabel bis ins betroffene Haus verlegt wird. Hier sind Bandbreiten von bis zu 1.000 MBit und mehr möglich.

Was ist wenn ich schon solch einen Anschluss gerade bekommen habe?
Dann ändert sich gar nichts für Sie, da Sie die technisch beste Variante bereits haben.

Wann ist die Fertigstellung geplant?
Man kann von einer Planungs- und Bauzeit von insgesamt ca. 2,5 Jahren ausgehen.

Was bedeuten die 40% konkret?
Es müssen mindestens 40% aller betroffenen Haushalte einen Neuvertrag bei der Deutschen Glasfaser unterzeichnen. Dieser läuft 2 Jahre und hat eine garantierte Bandbreite von mindestens 300 Mbit gestaffelt bis zu 1000 Mbit.

Warum muss das sein?
Das Projekt muss für das Unternehmen wirtschaftlich sein und setzt Planungssicherheit voraus. Nach den 2 Jahren kann man auch wieder zu einem anderen Anbieter wechseln. Das Netz steht dann jedem Anbieter zur Verfügung.