Aktuelles aus dem Bau-, Planungs- und Umweltausschuss

Infos aus dem Bau-, Planungs- und Umweltausschuss

Bau-, Planungs- und Umweltausschuss vom 12.08.2020

Modernisierung der Straßenleuchten im Gemeindegebiet

Das Büro Skide hat in der Ausschusssitzung Pläne vorgestellt, die Straßenleuchten in Marienheide auf LED-Technik umzurüsten.

Dabei gibt es zwei Möglichkeiten, die von den Kosten her sehr unterschiedlich sind:

    1. Es wird nur der Leuchtenkopf ausgetauscht während der Mast nicht getauscht wird
    2. Es wird sowohl der Mast, die Leitung als auch der Leuchtenkopf saniert.

In Marienheide gibt es nach aktuellen Stand 1260 Leuchten, die noch nicht mit LED-Leuchtmitteln ausgestattet sind. Diese sind zudem mit 25 Jahren schon sehr alt.

2019 hat die Gemeinde Marienheide nur für Straßenleuchten 48.000€ an Energiekosten gehabt. Würde der Leuchtenkopf ersetzt und mit LED-Technik ausgestattet könnten die Energiekosten um 65% gesenkt werden, das entspräche einer Einsparung von rund 30.000€ jährlich. Bei Kosten von 728.000€ für die Modernisierung der Leuchtenköpfe und der Berücksichtigung von Fördermitteln des Projektträger Jülich, könnten sich die Kosten für die Umrüstung in rund 10 Jahren amortisiert haben. Durch die Energieeinsparung hat es zudem erheblichen Einfluss auf die CO2-Emissionen: diese könnten jährlich um 73 Tonnen reduziert werden.

Die Alternative, wo der ganze Mast getauscht wird und gänzlich neue Leuchten verbaut werden, ist mit bedeutend höheren Kosten verbunden, da der Aufwand auch wesentlich höher ist.

Die geplante Dauer für die Modernisierung ist bis Mai 2022 geplant. Die Fördermittel würden noch dieses Jahr beantragt werden.

Insgesamt fanden die Pläne von allen Fraktionen Unterstützung. Zum einen ist die Lichtausbeute der LED-Mittel deutlich besser und zum anderen tut man der Umwelt und der Gemeinde etwas Gutes.


Hupsignal am Bahnübergang Kahlenbergstraße

Nach dem Urteil des Frankfurter Oberlandesgerichtes, das Hupsignal in Overath an der Lohmarer Straße umgehend einzustellen, hat auch die Gemeinde Marienheide erneut eine Überprüfung der Gegebenheiten in Marienheide veranlasst. Hierzu wird mit Vertretern der Deutschen Bahn nochmal ein Ortstermin durchgeführt.

Die Situation in Overath, wo auch ein unbeschrankter Bahnübergang für Fußgänger existiert, ist jedoch nur bedingt mit der Situation in Marienheide zu vergleichen. Zum einen ist das Sichtdreieck nicht so groß wie in Overath, wo man sowohl nach links als auch nach rechts weit gucken kann. Zum anderen ist die Ursache für das Abstellen des Pfeifsignals auf damalige Umstände und Planungen zurückzuführen. Die Pfeifsignal war an die Zweigleisigkeit des Abschnitts gekoppelt. Aufgrund der größeren Überquerung wäre das Signal notwendig. Da der Bereich aber eingleisig ist, ist die Bedingung für das Pfeifen nicht gegeben. Das ist die Ursache für das Abstellen des Pfeifsignals. Sollten die Pläne zur S15 umgesetzt werden und der Bereich zweigleisig werden, kehrt auch das Pfeifen wieder zurück.


Errichtung einer Toilettenanlage an der Brucher-Talsperre

Bereits vor einigen Jahren hat die SPD-Fraktion beim Wupperverband angefragt, ob die Errichtung einer Toilettenanlage an der Brucher-Talsperre gewünscht sei. Dies wurde sowohl vom Wupperverband als auch der Gemeinde unterstützt und bejaht. Die Umsetzung der Pläne scheiterte jedoch am Stärkungspakt, in dem Marienheide seit 2011 ist. Dieser erlaubte es der Gemeinde nicht, in die Anlage zu investieren und diese zu errichten.

Auf neuerliche Anfrage unserer Fraktion in der Sitzung wurde uns mitgeteilt, dass ein Konzept vorgelegt wird, dass die Errichtung vorsieht. Hier könne man auch auf Fördermittel zurückgreifen. Somit ist die Situation an der Brucher bekannt und es ist auch in Planung, eine Toilettenanlage zu errichten.


LKW-Durchfahrt „Wiesenstraße“ in Kalsbach

Markus Schramm sprach im Auftrag einiger Bürger die Problematik auf der Wiesenstraße in Kalsbach an, wo aufgrund der Sperrung des Kind-Geländes nun regelmäßig Sattelschlepper durch den Ort fahren, um die Firma KMS zu erreichen. Hier komme es regelmäßig zu gefährlichen Begegnungen mit PKW, Fußgängern, Radfahrern aber auch anderen LKW. In dem engen Abschnitt zwischen Kalsbach und Kotthausen sei ein Ausweichen teilweise kaum möglich. Begegnen sich zwei LKW müssten diese teilweise einige Hundert Meter zurücksetzen, um den anderen passieren zu lassen.

Die Gemeindeverwaltung nahm das Problem zur Kenntnis. Die Ursache liege aber in einem „Nachbarschaftsproblem“ zwischen der Firma KMS und der Firma Kind. Man könne darauf im Prinzip keinen Einfluss nehmen. Die Firma Kind hatte ihr Gelände aufgrund erheblicher Vermüllung (teilweise wurden Autowracks dort abgestellt) vor einiger Zeit für den Durchgangsverkehr abgeriegelt. Zudem sei es den LKW aufgrund einer nicht vorhandenen Gewichts-Beschränkung in dem Bereich nicht verboten, die Straße zu befahren. Der Gemeinde sei die Gefahrenlage aufgrund der schmalen Straße aber bekannt. Jedoch sehe sie derzeit wenig Handlungsspielraum.

 


Bau-, Planungs- und Umweltausschuss vom 20. Mai 2020

Errichtung eines Mehrparteienhauses an der Hauptstraße/Mussgarten

Gegenüber der Star-Tankstelle und hinter dem Casino plant die ES Planbau aus Reichshof die Errichtung eines Hauses mit 10 Wohnungen und einer eigenen Tiefgarage. Die derzeitigen Planungen sehen vor, dass eine neue Stichstraße in Höhe der Bushaltestelle entsteht. Das Haus an sich wird komplett barrierefrei sein und zudem die Effizienzklasse 40 einhalten, was Heizkosten in Höhe von 1,40€/qm entsprechen soll.

Die SPD-Fraktion hat ihre Skepsis zum Ausdruck gebracht, ob man sicherstellen könne, dass der derzeit voll in Blüte stehende und große gesunde Kastanienbaum in Höhe des Casinos stehen bleiben kann. Wir wollen verhindern, dass dieser dem Bau zum Opfer fällt, da der Baum einen prägenden Eindruck in dieser Lage hat. Den weiteren Planungen haben wir zugestimmt, werden das in der Fraktion aber bei Zeiten wieder aufgreifen und weiter besprechen.


Neubau eines Wohngebietes an der Gerveshagener Straße und Unnenberger Straße

Die Firma Wecker Immobilien aus Münster-Warendorf hat gestern ihre Planungen zum Neubau eines Wohngebietes entlang der Gerveshagener und Unnenberger Straße vorgestellt.
Auf der bislang 1,2 Hektar großen und landwirtschaftlich genutzten Fläche sollen neben dreizehn Einfamilienhäusern mit einer Grundstücksfläche auch vier Häuser mit vier bis acht Wohnungen entstehen. Es würde zudem eine Eingrünung entlang der beiden Straßen vorgenommen.

Die SPD-Fraktion unterstützt dieses Vorhaben, weil es sich gut in das Gesamtbild einprägt und zudem eine Erweiterung des bereits bestehendes Wohngebietes Meisenweg und Amselweg darstellt. Zudem ist die Nachfrage nach Wohnungen und Häusern gerade in Müllenbach hoch, so dass man hier ein gutes Angebot an Interessenten richten kann.

Wir haben zudem explizit darauf hingewiesen, dass wir bei der Planung erwarten, dass der Umweltschutz vor allem mit Blick auf den Klimabeirat eine herausragende Rolle spielt und dies auch in der künftigen Satzung festgeschrieben wird. So kann bspw. festgesetzt werden, dass keine fossilen Brennstoffe zur Beheizung genutzt werden dürfen und vor allem die Flachdächer der großen Mehrfamilienhäuser begrünt werden und Solarpanels verbaut werden.

Wir freuen uns auf die weiteren Planungen und sind gespannt, wie die spätere Umsetzung aussieht!


Information zum 1. und 2. Bauabschnitt im Heier-Ortskern

Gestern Abend hat Herr Marenbach vom Ingenieurbüro im Bauausschuss über die Fortschritte im 1. und die Planungen zum 2. Bauabschnitt informiert.
Die derzeitigen Bauarbeiten zur Errichtung der beiden Mini-Kreisverkehrplätze laufen sehr gut. Zeitlich liegt man mehr als im Soll, so dass eine Fertigstellung des gesamten 1. Bauabschnitts (beide Kreisel inkl. Kleinbahnweg) im November zu erwarten ist, sofern nichts unvorhergesehenes passiert. Hier ein großes Kompliment an die zügige und sorgfältige Ausführung der Arbeiten durch die Firma Heinrich Weber aus Siegen!

Die Planungen für den 2. Bauabschnitt von dem neu errichteten Kreisel bis hin zum neuen Kreisel auf der großen Kreuzung und der Sanierung der B256 laufen auf Hochtouren. Die Ausschreibung für die Arbeiten ist nach Fertigstellung des 1. BA geplant und die Aufnahme der Arbeiten für den frühen Frühling 2021.

Wir werden hier in Kürze ausführlicher über die Planungen für den Abschnitt berichten!


Weitere direkte Glasfaseranschlüsse für einige Ortsteile von Marienheide geplant!

In der Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschuss hat die Deutsche Glasfaser ihre Planungen für einen Breitbandausbau in Marienheide vorgestellt.

Die Planungen beruhen im Gegensatz zu dem Ausbau der Telekom auf dem Ansatz, jedes Haus direkt mit einem eigenen Glasfaserkabel zu versorgen (FTTH). Das heißt, dass die Kabel direkt in das betroffene Haus verlegt werden und nicht wie bisher überwiegend nur bis zu einem Verteilerkasten.

Das Unternehmen hat in Marienheide bereits eine Befahrung durchgeführt und hat dabei unter anderem folgende Ortschaften als Ausbaugebiete festgelegt: Marienheide-Ortskern, Stühlinghausen, Rodt, Kalsbach, Müllenbach, Kotthausen insgesamt, Schöneborn, Winkel, Niederwette.

Des Weiteren ist der Ausbau noch für Industriegebiete geplant.

Die Deutsche Glasfaser will in einem ersten Schritt ab voraussichtlich Ende Juli ein Erkundungsverfahren durchführen. Das heisst, dass alle betroffenen Haushalte informiert werden. Wenn an diese Informationen anschließend mindestens 40% aller betroffenen Haushalte einen Vertrag abschließen, wird der Ausbau durchgeführt. Die normalen Kosten in Höhe von mindestens 750,-€ würden entfallen. Es müsste lediglich eine Bereitstellungsgebühr in Höhe von knapp 70€ gezahlt werden. Sollten die 40% nicht erreicht werden, wird kein Ausbau erfolgen und das Projekt wird eingestellt.

Einige Fragen zu diesem Thema:

Was ist mit dem derzeit durchgeführten Ausbau?
Dieser ist davon nicht berührt, da dieser durch die Telekom durchgeführt wird. Die Deutsche Glasfaser würde parallel dazu arbeiten.

Was ist der Unterschied der beiden Ausbauten?
Die Telekom setzt bei ihrem Ausbau zu einem Großteil auf das Vectoring-Verfahren. Das heißt, dass das Glasfaserkabel nur bis zu einem Verteilerkasten verlegt wird und anschließend über das alte Kupferkabel in die Haushalte weiter übertragen wird. So stehen in den geförderten Bereichen derzeit Bandbreiten von 50 bis zu 100 Mbit zur Verfügung. Die Alternative dazu ist FTTH, wo das Glasfaserkabel bis ins betroffene Haus verlegt wird. Hier sind Bandbreiten von bis zu 1.000 MBit und mehr möglich.

Was ist wenn ich schon solch einen Anschluss gerade bekommen habe?
Dann ändert sich gar nichts für Sie, da Sie die technisch beste Variante bereits haben.

Wann ist die Fertigstellung geplant?
Man kann von einer Planungs- und Bauzeit von insgesamt ca. 2,5 Jahren ausgehen.

Was bedeuten die 40% konkret?
Es müssen mindestens 40% aller betroffenen Haushalte einen Neuvertrag bei der Deutschen Glasfaser unterzeichnen. Dieser läuft 2 Jahre und hat eine garantierte Bandbreite von mindestens 300 Mbit gestaffelt bis zu 1000 Mbit.

Warum muss das sein?
Das Projekt muss für das Unternehmen wirtschaftlich sein und setzt Planungssicherheit voraus. Nach den 2 Jahren kann man auch wieder zu einem anderen Anbieter wechseln. Das Netz steht dann jedem Anbieter zur Verfügung.