Was wollen wir erreichen?

Unsere Ziele. Kurz und knapp erläutert.

Kalsbach Blickrichtung Schöneborn und Däinghausen

Die SPD Marienheide setzt sich für Wahlperiode 2020 bis 2026 folgende Ziele:


Wohnen

    1. Ausweisung von neuen Wohngebieten fördern – Attraktivität steigern
    2. Zentrumsnahe alters- und behindertengerechte Wohnungen schaffen

Der ländliche Raum gewinnt wieder an Attraktivität. Die Corona-Pandemie hat uns einmal mehr gelehrt, wie wichtig und wertvoll der ländliche Raum ist.

Das Neubaugebiet Gerveshagener/ Unnenberger Straße

Unser Ziel muss es sein, gezielt neue Wohngebiete auszuweisen, die vor allem junge Familien ansprechen. Nachdem in den letzten Jahren vermehrt eine Verstädterung stattgefunden hat, gehen neuere Prognosen davon aus, dass dieser Trend abflacht und über die Zeit sogar rückläufig sein kann. Hierauf muss rechtzeitig reagiert werden.

Zentral ist für uns eine Verknüpfung der Themen Wohnen – Umwelt – Mobilität. Diese drei Themen im Einklang bergen ein erhebliches Potenzial, dass es auszuschöpfen gilt. Sehr eng im Zusammenhang steht dabei die Schaffung von zentrumsnahem Wohnraum, der behinderten- und altersgerecht ist. Der demografische Wandel muss immer eine unserer Handlungslinien sein, die es zu berücksichtigen gilt.

 


Umwelt

    1. Den Klimabeirat zu einem Kontrollgremium machen 
    2. Neuschaffung eines Ausschusses für Umwelt und Touristik
    3. Jährliche Aufstellung einer Klimabilanz
    4. Marienheide muss klimaneutral sein

Der Klima- und Umweltschutz wird eines der drängendsten Themen der nächsten Jahre sein. Deswegen muss dieser in der kommenden Wahlperiode einen zentralen Platz in unserem politischen Handeln einnehmen.

Der in diesem Jahr geschaffene Klimabeirat soll zu einem Kontrollgremium werden, das die Beschlüsse der Ausschüsse und des Rates hinsichtlich der Auswirkungen auf Umwelt und Klima hin überprüft. Des Weiteren soll der Klimabeirat eine Expertenrolle einnehmen. Das bedeutet, dass es dem Klimabeirat möglich ist, Experten einzuladen, die den Beirat beraten und verschiedene Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Diese kann der Beirat dann an die Ausschüsse und den Rat weitergeben, der letztlich einen Beschluss unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Beirates herbeiführt.

Um den sich verändernden Gegebenheiten Ausdruck zu verleihen, werden wir für die kommende Wahlperiode die Einberufung eines neuen Ausschuss für Umwelt und Touristik beantragen. Die bisherige Behandlung umweltpolitischer Themen im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss ist aus unserer Sicht nicht mehr ausreichend und wird seiner Komplexität nicht gerecht.

Die jährliche Aufstellung einer Klimabilanz soll dem Rat und den Ausschüssen die Möglichkeit geben, sich über die Auswirkungen von Entscheidungen auf den Umwelt- und Klimaschutz zu informieren. Zugleich soll so eine Entwicklung in den nächsten Jahren nachvollzogen werden können. Das grundlegende Ziel der Arbeit muss eine Klimaneutralität sein.

Als eine effektive Methode sehen wir die Kultivierung von brach liegenden Flächen an. Mit geringem Einsatz von Geld lässt sich aus einer verwucherten oder nicht genutzten Fläche eine Art urbaner Garten herstellen. Hier kommt dem Klimabeirat die Aufgabe zu, ein passendes Konzept zu entwickeln bzw. die Möglichkeiten zur Umsetzung zu überprüfen.


Mobilität

    1. Vorbereitende Planungen hinsichtlich des S-Bahn-Ausbaus vornehmen
    2. Überprüfung der Tarifstrukturen in Richtung Westfalen und Ruhrgebiet
    3. Sanierungsbedürftige Straßen erneuern
Die RB25 – künftig S15

Die RB25 soll laut derzeitigen Planungen innerhalb der nächsten 15 Jahre zur S-Bahn ausgebaut werden. Aus Sicht der SPD-Marienheide ist das zu spät. Wir werden uns dafür einsetzen, dass dieses Projekt zügiger angegangen wird. Für die gesamte Region Oberberg sowie die angrenzenden Gemeinden und Kreise hängt sehr viel an einem Ausbau ab. Das oberste Ziel muss eine Stärkung des ländlichen Raums sein. Unverzichtbar ist dafür ein S-Bahn-Anschluss. Das gilt insbesondere für die Touristik und die Attraktivität als Wohnort.

In engem Zusammenhang steht damit die Tarifgrenze die genau zwischen Marienheide und Meinerzhagen verläuft. Wir werden hier eine Überprüfung dieser Tarifstruktur fordern und eine Anpassung fordern, die den heutigen Ansprüchen an eine Verkehrswende und Stärkung des ÖPNV gerecht wird.


Gewerbe

    1. Bestehendes Gewerbe fördern und Entwicklungsmöglichkeiten schaffen
    2. Gute Rahmenbedingungen schaffen – Arbeitsplätze sichern
    3. Umweltverträglichkeit gewährleisten

Für uns als SPD Marienheide steht fest, dass wir Erweiterungsflächen für bestehende Gewerbebetriebe sichern wollen. An den Betrieben hängen viele Arbeitsplätze und damit auch Existenzen. Unser Hauptinteresse ist, dass das Gewerbe vor Ort sich bei Bedarf erweitern kann und zugleich auch Platz für Neuansiedlungen zur Verfügung steht. Vorrangig müssen vor allem Baulücken geschlossen werden und zudem eine Ortsabrundung angestrebt werden.

Die Zukunftsfähigkeit und Attraktivität von Marienheide (sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus privater Sicht) hängt hiervon ab. Hier gilt es passende Rahmenbedingungen zu schaffen und zugleich auch auf Nachhaltigkeit zu achten. Denn ebenfalls klar ist: Eine Erweiterung und Neuansiedlung ist nur im Rahmen einer Prüfung der Umweltverträglichkeit sowie einem Schaffen von Ausgleichsflächen möglich.

Des Weiteren muss die Aufbereitung von belasteten Altflächen ein Ziel sein. Das ist mit großen Hürden und Aufwendungen verbunden, denen man sich aber stellen muss.


Bildung und Jugendförderung

    1. Alle Marienheider Schulen müssen gut ausgestattet sein
    2. Dem Platzbedarf und der Inklusion muss Rechnung getragen werden
    3. Die eklatanten Schwächen der Digitalisierung an den Schulen müssen beseitigt werden
    4. Wir werden die Einführung eines Jugendparlamentes in Marienheide fordern, um auch Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich für ihre Belange stark zu machen.

Aus unserer Sicht ist es unabdingbar, dass an allen Marienheider Schulen die räumlichen und sachlichen Voraussetzungen für Integration und Inklusion geschaffen werden müssen. Die Schulen sind der letzte Ort, an denen gespart werden darf. Hiervon hängt letztlich die Zukunft unserer Kinder und nachfolgender Generationen ab.

Die Corona-Pandemie hat uns zudem ein anderes Handlungsfeld aufgezeigt, auf dem dringender Handlungsbedarf besteht: die Verbesserung der digitalen Ausstattung und die Netzanbindung der Gesamtschule an das direkte Glasfasernetz.

Die Interessen von Kindern und Jugendliche müssen zudem außerhalb der Schulen angemessen gewahrt bleiben. Bei kommunalen Entscheidungen geht auch um ihre Zukunft. Deshalb wird die SPD Marienheide die Einrichtung eines Jugendparlaments mit wirkungsvollen Mitwirkungsrechten fordern. Die Mitglieder sollen insbesondere von den Schulen und Vereinen demokratisch gewählt und entsendet werden.


Touristik

    1. Marienheide muss für Touristen attraktiver werden
    2. Talsperren sowie Rad-Wanderwege als Schatz der Gemeinde nutzen
    3. Verknüpfung mit Erneuerungen rund um den Heier-Ortskern herstellen

Wir in Marienheide haben mit der Lingeser- und der Brucher-Talsperre und zahlreichen anderen Talsperren in der Umgebung einen wahren Schatz, den andere Kommunen in Deutschland nicht haben.

Die Brucher-Talsperre. Beliebtes Ausflugsziel im Oberbergischen

Aus unserer Sicht muss unter Einbeziehung von Experten ein Konzept entwickelt werden, dass den Heier-Ortskern näher mit den Talsperren verbindet. Vor allem muss hier nach Fördermitteln vom Bund oder Land gefragt werden, die solche Pläne meist mit hohen Prozentsätzen fördern.

In Verbindung mit dem Anschluss an die Regionalbahn (zukünftig sogar S-Bahn), den Radweg Richtung Wipperfürth und Hückeswagen, dem dazugehörigen Fahrrad-Bus und den zahlreichen Wanderwegen in der Region ergeben sich aus unserer Sicht vielfältige Möglichkeiten, die Attraktivität für Touristen erheblich zu erhöhen. Dadurch kann auch der Einzelhandel und die Gastronomie in Marienheide gestärkt und weiter entwickelt werden.


Erneuerung des Heier-Ortskern

    1. Ziel: Anstelle von Parkplätzen müssen Grünflächen sowie Begegnungsplätze geschaffen werden
    2. Sämtliche Umgestaltungen müssen behindertengerecht und barrierefrei sein

Die SPD-Marienheide hält weiterhin an dem Ergebnis aus dem Werkstattverfahren fest und will anstatt von Parkplätzen Grünflächen und Begegnungsplätze schaffen, die einen echten Mehrwert bieten.

Errichtung des Kreisverkehrs Scharder Straße Kreuzung Leppestraße

Unabdingbar ist es, sämtliche Umgestaltungen, Neubauten aber auch bereits bestehende Bauten behindertengerecht und barrierefrei zu gestalten. Alle Wege müssen sowohl mit einem Rollstuhl als auch mit einem Kinderwagen problemlos befahrbar sein und der Zugang zu allen öffentlichen Gebäuden ohne großen Aufwand gewährleistet sein. Das ist ein unverzichtbarer Anspruch, den jede moderne Gemeinde an sich stellen muss.