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SPD Marienheide gegen Verlagerung der Rettungswache aus dem Zentrum

Gesundheit

Sicher ist der Standort in der Jahnstraße nicht optimal. In den vergangenen Jahren war hier eine Verbesserung regelmäßig Thema im Rathaus. Leider wurde von der Kreisverwaltung kein Lösungsvorschlag aus Marienheide akzeptiert! Die Vermutung liegt nahe, dass es sich beim Umbau des Brandschutzzentrums auf Kotthauserhöhe um ein Prestigeprojekt der Kreisspitze handelt. Die seit einiger Zeit diskutierte Verlagerung der Rettungswache Marienheide vom Hauptort weg nach Kotthausen unmittelbar angrenzend zu Gummersbach, ist von der Mehrheit im Kreistag nie in Frage gestellt worden.

Die Mehrheit des Marienheider Rates hat wiederholt protestiert, die Gründe liegen auf der Hand. Im Hauptort ist ein höheres Gefahrenpotential als in Außenorten, bedingt durch den größten Arbeitgeber in Marienheide und der Gesamtschule sowie der meisten Hausärzte, der Klinik Marienheide, Einzelhändler und Kunden, kleine wie große Betriebe. Außerdem wohnen rund 2000 Menschen im Zentrum der Gemeinde Marienheide.

Wird die Rettungswache verlegt, wie werden die Gebiete zwischen Wipperfürth und Marieheide versorgt? Was ist wenn der Rettungswagen häufig vom Krankenhaus in Gummersbach angefordert wird?

Schauen wir ins übrige Kreisgebiet, wissen wir dass in Wiehl ist der Versuch den Rettungswagen nach Elsenroth zu verlegen gescheitert ist. Die Bedenken des Wiehler Rates wurden damals auch nicht ernst genommen – so wie man den Heier Rat im Kreishaus jetzt auch nicht anhört. Bei kreisweiter Betrachtung fällt auf, dass im Nordkreis wesentlich weniger Rettungswagen vorgehalten werden als im Südkreis. Müssen zeitgleich mehrer Fahrzeuge aus Wipperfürth ausrücken, kann zwar dort Hückeswagen angefordert werden, aber das nutzt uns in Marienheide wenig.

Die Ängste der Menschen in Marienheide sollten bei den Überlegungen des Landrates und seiner verantwortlichen Mitarbeiter im Kreishaus eine größere Rolle spielen. Im Gesundheitsausschuss des Kreises, so die Presseberichterstattung dazu diese Woche, wurde berichtet, dass der Rat der Gemeinde Marienheide in einer Sitzung vom Vorhaben des Kreises überzeugt werden konnte. Das entspricht schlicht nicht der Wahrheit.

Die SPD Marienheide fordert die Bevölkerung auf, sich zu dieser Problematik zu äußern und gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen in Marienheide für eine bessere Lösung zu engagieren.

Anke Vetter
Vorsitzende